Gunter Böhmer


  Biografie

1911
Am 13. April in Dresden geboren.

1921-1930
Besuch des Gymnasiums in Dresden, Maturität.

1930
Beginn des Studiums an der Dresdner Akademie (Malerei und Graphik), wo er ohne Prüfung aufgenommen wird. Gleichzeitig Studium der Germanistik an der Dresdner Hochschule. Erste Reise nach Paris.

1931-1933
Wechsel an die Berliner Akademie zu Emil Orlik. Begegnung mit Max Slevogt. Nach Orliks Tod im Atelier von Hans Meid. Lebt im Musikerkreis um den Komponisten Justus Hermann Wetzel.

1933
Einladung von Hermann Hesse nach Montagnola im Tessin. Er bezieht dort die Casa Camuzzi. Der Verleger Fischer sieht bei Hermann Hesse seine illustrierten Briefe und erteilt ihm den ersten Illustrationsauftrag.

1934
Mit Emmy Ball-Hennings in Berlin. Eine gemeinsam geplante Japanreise wird abgebrochen. Studienreise nach Rom.

1935
Studienaufenthalte in Florenz, Venedig und in Oberitalien.

1935/36
Aufenthalt in Verona bei Hans Mardersteig (Officina Bodoni) und gemeinsame Arbeit an seinen ersten bibliographilen Illustrationswerken.

1936
Studienreise nach Paris. Auseinandersetzung mit dem Werk von Paul Cezanne und Pablo Picasso. Studienreise nach Rouen zur Vorbereitung seiner Aquarelle zu Flauberts Madame Bovary (The Limited Editions Club, New York). Studienaufenthalt am Gardasee. Beteiligung an der Biennale in Venedig.

1938
Lebt als künstlerischer Mitarbeiter der Editions Albatros in Paris und wird zu Illustrationswerken aufgefordert von Georg Hartmann, dem Besitzer der Bauerschen Gießerei, Frankfurt am Main. Beginn der Arbeiten am Klingsor von Hesse. Wilhelm Hausenstein, Karl Hofer und Louis Moillet besuchen ihn in Montagnola und nehmen Anteil an seiner Arbeit. Freundschaft mit Emmy Ball-Hennings, Max Picard, Maria Geroe-Tobler.

1939
Rückkehr nach Montagnola.

1940
Zeichnungen zu Hesses Klingsors letzter Sommer (Bauersche Gießerei, Frankfurt).

1942
Zeichnungen zu Gotthelfs Die Schwarze Spinne (Fretz-Wasmuth Verlag, Zürich) und Büchners Lenz (Tschudy Verlag, St. Gallen).

1944
Veröffentlichung Tagebuch eines Malers (Vereinigung Oltner Bücherfreunde).

1945
Heirat mit der Gobelinweberin Ursula Bächler.

1948
Zeichnungen zu Hesses Stunden im Garten (Büchergilde Gutenberg, Zürich).

1949
Studienreise mit Hans Purrmann nach Ospedaletti.

1950
Studienaufenthalt auf lschia, Treffen mit Werner Gilles. Lithographien zu Goethes Clavigo (Schweizerische Bibliophile Gesellschaft, Basel).

1951
Erhält das Bürgerrecht von Montagnola, Tessin.

1952
Malt in Venedig und Paris, wo er Raoul Dufy besucht.

1953
Studienaufenthalt in Paris.

1954
Zeichnungen zu Peyrefittes South from Naples (Thames and Hudson, London) und zu Juhus Overhoffs Eine Familie aus Megara (Suhrkamp Verlag, Frankfurt).

1956
Illustrationen zu Thomas Manns Thamar (S. Fischer Verlag, Frankfurt).

1957
Erste Veröffentlichung über Gunter Böhmer von Hans A. Halbey.

1958
Veröffentlichung von Gunter Böhmer über: Thomas Mann an seinem 80. Geburtstag (Rosgarten Verlag, Konstanz). Zeichnungen zu Gogols Der Mantel (Insel Verlag, Wiesbaden), zu Lindemanns Ein Abend in Kopenhagen (Büchergilde Gutenberg, Frankfurt) und zu Giraudouxs Sainte Estelle (Piper Verlag, München).

1960
Berufung als Professor (Abteilung Freie Graphik) an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

1961
Zeichnungen zu Hesses Steppenwolf (Suhrkamp Verlag, Frankfurt).

1962
Aquarelle zu Maupassants Short Stories (The Limited Editions Club, New York) zu Das Hohe Lied Salomonis (Hoffmann-Verlag, Heidenheim).

1963
Erste Monographie über Gunter Böhmer im Tschudy-Verlag, St. Gallen (mit einer Einführung von Peter Mieg, einem Widmungsblatt von Hermann Hesse, ausführliche Dokumentation und Bibliographie von Hans A. HaIbey).

1965
Lithographien zu Faulkners Scheckige Mustangs (Manus Presse, Stuttgart).

1966
Zeichnungen zu Stendhals Armance (Büchergilde Gutenberg, Frankfurt).

1967
Monographie über Gunter Böhmer im Maximilian Dietrich Verlag, Memmingen (hrsg. von Curt Visel mit Text von Hans A. HaI bey und Gunter Böhmer).

1969
Zeichnungen zu Dostojewskijs-Werken.

1975
Zeichnungen zu Thomas Manns Felix Krull (Büchergilde Gutenberg, Frankfurt).

1976
Beendigung der Lehrtätigkeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Zeichnungen zu Hesses Stunden im Garten (Insel-Verlag, Frankfurt).

1979
Stiftung Gunter Böhmer für die Sammlung Graphik des 20. Jahrhunderts der Städtischen Galerie Albstadt.

1980
Ehrengast der Deutschen Akademie, Villa Massimo in Rom. Ehrenmitgliedschaft der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Verleihung der Hermann-Hesse-Medaille der Stadt Calw. Zeichnungen zu Hesses Steppenwolf (Suhrkamp-Verlag Frankfurt).

1982
Verleihung der Semper-Medaille, Dresden, und Ausstellung im Kupferstichkabinett, Dresden, und in der Kunstbibliothek in Berlin.

1983
Zeichnungen zu Walsers Der Gehülfe (Büchergilde Gutenberg).

1984
Zeichnungen zu Gebrüder Grimms Die schönsten Märchen (InselVerlag, Frankfurt).

1986
Am 8. Januar in Montagnola gestorben.

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